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Mit
Aids- und Ebolaviren gegen Mukoviszidose
Einen entscheidenden
Schritt zu einer Gentherapie der tödlichen Erbkrankheit Mukosviszidose
ist Forschern der Gesundheits-Universität Pennsylvania gelungen.
Die Wissenschaftler haben Aids- und Ebolaviren so miteinander kombiniert,
das die Viren Gene gezielt in Zellen der Atemwege schleusen, berichtet
das Magazin "Nature Biotechnology". Bisher scheitern Gentherapien
oftmals daran, dass es nicht gelingt, die gesunden Gene gezielt
in die erkrankten Zellen einzubringen.
Mukosviszidose
wird durch einen Genfehler verursacht, der zu zähem Schleim in der
Lunge führt. Die neuen Viren sollen das defekte Gen durch ein intaktes
ersetzen.
Dazu pflanzten
Gary Kobinger und Daniel Weiner Ebola-Eiweiße auf die Oberfläche
der Aidsviren. Die Ebola-Eiweiße öffnen den Viren den Weg in die
Atemweg-Zellen. Die Stärke der Aidsviren ist dagegen, die Gene in
den Zielzellen funktionsfähig zu machen. Mit den neuen Viren konnten
die Forscher in den Atemwegen von Mäusen Markierungs-Gene in jede
dritte Zelle schleusen. Auch in Gewebeschnitten aus menschlichen
Luftröhren arbeiteten die künstlichen Viren erfolgreich.
Trotz der vielversprechenden
Resultate dämpfen die Forscher die Erwartungen. Bevor das Kombi-Virus
gesunde Gene in Mukosviszidose-Patienten einbringe, müsse etwa noch
geklärt werden, wie das menschliche Immunsystem auf die Viren reagiert.
Zudem ist noch nicht auszuschließen, dass die Patienten später an
Aids erkranken.
Quelle: Bild
der Wissenschaft online 6.3.2001
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