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Neues Einsatzgebiet für Gentamicin bei X-Mutationen?

Die Mikrobiologische Abteilung der Universität von Alabama in Birningham (USA) hat eine Phase 1 Studie über das (bekannte) Antibiotikum Gentamicin angekündigt (Also noch ein relativ frühes Stadium und IMHO auch nicht doppelblind).

Es wird vermutet (durch Tierversuch bestätigt), daß bei den CFTR Mutationen G542X, R553X, R1162X, W1282X (oder sonstige auf X endende Genbereiche) durch den Gebrauch von Gentamicin ein Teil der Funktion des CFTR wieder hergestellt werden kann. Es hat sich in den Tierversuchen gezeigt, daß selbst bei einer nur teilweisen Funktionswiederherstellung der Schweregrad der CF reduziert werden kann. Das Gentamicin wird als Aerosol und per IV verabreicht werden.

Sollte sich das Ganze als wirklich wirksam zeigen und auch ein dauerhafter Effekt sein, dann wäre das wohl mal endlich eine gute Nebenwirkung von einem Antibiotikum.

Achso, bei CF'lern die keine X-Mutation haben, ist dieser Effekt nicht zu erzielen.

Mal sehen was da rauskommt...

Wer weitergehende Informationen haben will, kann unter dbedwell@uab.edu den verantwortlichen Professor David M. Bedwell erreichen (könnte auch david_bedwell@micro.microbio.uab.edu sein).

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erstellt am 22.10.1997 von Joachim Unterspan
letzte Revision am 21.11.2001