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Mein Inhalator und ich Ein Ratgeber für Eltern und Erwachsene mit CF

Vorwort
Gute Beziehungen muß man pflegen!
1. Was vor jeder Inhalation zu beachten ist.
1.1 Hände waschen.
1.2 Hände abtrocknen.
1.3 Hände desinfizieren?
1.4 Den Vernebler zusammensetzen und füllen.
2. Was nach jeder Inhalation zu beachten ist.
2.1 Evtl. erneut Hände waschen.
2.2 Den Vernebler auseinandernehmen und ausspülen.
2.3 Den Vernebler desinfizieren.
2.4 Den Vernebler trocknen.
2.5 Aufbewahrung des Verneblers:
2.6 Mehrere Medikamente nacheinander inhalieren.
2.7 Der Schlauch und der Kompressor.
Verfasser
Vorwort
Mittlerweile in der der 3. Auflage liegt nun unser Ratgeber "Mein Inhalator und ich" vor. In ihm ist der Umgang mit dem Inhalator sehr ausführlich beschrieben. Das liegt daran, daß erstmals Erfahrungen der mobilen Krankengymnastinnen eingearbeitet werden konnten. Nach ihren Feststellungen gibt es im häuslichen Umgang mit dem Inhalator oft Unsicherheiten und Mißverständnisse. Wir hoffen, daß mit diesem Faltblatt alle Fragen und Probleme zur Handhabung und Hygiene des Inhalators geklärt sind. Sollten Sie trotzdem noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihre CF-Ambulanz und besprechen Sie mit der Krankengymnastin/Physiotherapeutin alles, was Ihnen nicht ganz klar ist. Schreiben Sie bitte auch uns, den Verfassern, was Sie in diesem Faltblatt vermißt haben.
Außerdem kann die Broschüre "Inhalationsbehandlung", die von Prof. Dr. Lindemann (Universitätskinderklinik Gießen) verfaßt wurde, zum Lesen empfohlen werden. Dort finden Sie auch noch weitere wichtige Hinweise, z.B. zur Wirkungsweise einer Inhalation und zur Inhalationstechnik.
Bei der Entwicklung dieses Informationsblattes und bei dessen Überarbeitung haben uns freundlicherweise Herr Prof.Dr. G. Döring (Hygieneinstitut der Universität Tübingen) und Prof.Dr. H. Lindemann mit wichtigen Hinweisen unterstützt. Herr Dipl. Ing. Wunderlich (Pari-Werk Starnberg) und Herr Dipl. Ing. Gleich (Krankenhaus München-Schwabing) haben zur Überarbeitung wichtige technische Informationen beigetragen.
Wir danken der Firma Pari-Werk GmbH, insbesondere Frau Dr. Gervasini, für die finanzielle Unterstützung des Ratgebers und die Bereitstellung der Fotos.
Wilhelm Bremer Helen Saemann
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Hinweise zur Reinigung und Pflege Ihres Inhalators
Gute Beziehungen muß man pflegen!
Ganz im Ernst, die Pflege Ihres Inhalators sollte Ihnen einiges an Zeit und Aufmerksamkeit wert sein.
Warum? Sie wissen doch, ein guter Inhalator bringt den Nebel mit den Medikamenten tief in die Lunge hinein - vorausgesetzt, man hat eine gute Atemtechnik. Wenn sich nun Krankheitskeime in diesem Medikamentennebel befinden, landen sie natürlich auch genau dort, tief in der Lunge, und sind damit elegant an wichtigen Selbstschutzeinrichtungen des Körpers vorbeigekommen.
Verschiedene Bakterienarten können an verkeimten Inhalatoren vorkommen, z.B. auch Pseudomonas aeruginosa oder Staphylokokkus aureus. Ein solcher verkeimter Inhalator (oder auch eine verkeimte Inhalationslösung) kann deshalb geradezu wie eine Bakterien-Bombe auf die Lunge eines CF-Patienten wirken.
Glücklicherweise gibt es einige einfache Regeln, bei deren Beachtung man sicher sein kann, daß dieses Risiko ausgeschlossen ist.
Diese Regeln sollen hier erläutert werden, in der Reihenfolge, wie sie bei der Handhabung des Inhalators auch anzuwenden sind. Sie sind für denjenigen formuliert, der den Inhalator für einen Patienten vorbereitet und nach der Inhalation wieder wegräumt. Von CF-Patienten selbst sind sie sinngemäß anzuwenden.
Bitte nehmen Sie sich die Zeit, um auch die Einzelhinweise unter den jeweiligen Überschriften zu lesen. Und wenn Sie dann feststellen, daß Ihnen das alles sowieso schon seit langem bekannt und völlig selbstverständlich ist: Um so besser!
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1. Was vor jeder Inhalation zu beachten ist:
1.1 Hände waschen.
Bitte die Hände nicht nur kurz abspülen, sondern sorgfältig und gründlich mit Seife waschen. Auch bei völlig gesunden Menschen befinden sich nämlich auf der Haut die verschiedensten Keime.
Beachten Sie dabei bitte, daß auch Waschbeckenabflüsse mit Pseudomonas-Bakterien verkeimt sein können. Mit dem unsichtbaren Nebel, der aus den Abflüssen aufsteigt, wenn Wasser abfließt, könnten diese Pseudomonaden auf Ihre Hände gelangen. Wenn das Becken häufig und regelmäßig benutzt wird, ist die Menge der Keime allerdings so klein, daß davon keine Infektionsgefahr ausgeht. Problematisch ist es immer dann, wenn das Wasser lange im Abfluß gestanden hat (z.B. über Nacht) und die Bakterien sich dort in Ruhe vermehren konnten. Es wäre also gut, wenn derjenige, der den Inhalator handhaben will, morgens nicht als erster dafür das Waschbecken benutzt. Bei der zweiten Benutzung ist die Menge der noch vorhandenen Abflußkeime nämlich schon wieder so klein, daß man eine Verkeimung der Hände nicht befürchten muß.
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1.2 Hände abtrocknen.
Auf keinen Fall sollten Sie dafür schon seit längerer Zeit benutzte, dauernd feuchte oder sogar mit Speiseresten verunreinigte Hand- oder Geschirrtücher verwenden, sondern nur frische, saubere, trockene Tücher.
Sie können auch Küchenpapier dafür nehmen, wenn es fusselfrei ist und die Küchenpapierrolle sauber und trocken gelagert wird. Mit Ihren sauberen Händen sollten sie dann möglichst nur noch den Vernebler zusammensetzen und füllen. Wenn Sie vorher beispielsweise noch einen feuchten Spül- oder Wischlappen benutzen, den Abfall- oder Komposteimer berühren oder sich ins Gesicht fassen (Mund, Nase), dann haben Sie daher vielleicht schon wieder größere Mengen von problematischen Keimen an den Händen.
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1.3 Hände desinfizieren?
Desinfektion der Hände vor der Handhabung des Inhalators wird im häuslichen Bereich nicht empfohlen.
Ausnahmen:
- Wenn Ihre Hände möglicherweise mit Sputum von Pseudomonas aeruginosa-besiedelten CF-Patienten in Berührung gekommen sind, sollten Sie Ihre Hände mit einem alkoholischen Handdesinfektionsmittel einreiben. Dazu muß man wissen, daß Pseudomonas-Bakterien aus CF-Sputum nicht nur an feuchten Stellen, sondern sogar auf trockenen Flächen viele Stunden überleben und infektiös bleiben können.
- Konsequent desinfizieren muß man, wenn von 2 CF-Patienten in einer Familie einer Pseudomonas-positiv ist, der andere Pseudomonas-negativ. Natürlich gilt das auch für das Zusammentreffen von CF-Patienten bei Freizeiten, Tagungen usw.
Wenn Sie Ihre Hände desinfizieren, dann bitte nach dem Händewaschen, nicht vorher. Sie können auf das Händewaschen vor der Desinfektion verzichten, wenn Ihre Hände sauber und fettfrei sind.
Das Desinfektionsmittel muß, damit es richtig wirkt, gründlich auf der Haut verteilt und so lange eingerieben werden, bis es getrocknet ist. Erst dann kann der Vernebler zusammengebaut und gefüllt werden. Über geeignete Desinfektionsmittel gibt Ihnen Ihr Apotheker Auskunft. Das Handdesinfektionsmittel darf nicht zur Desinfektion von Teilen des Inhaliergerätes verwendet werden.
Wenn Sie gerade einen Atemwegsinfekt haben, sollten Sie besonders sorgfältig auf die Händehygiene achten. Sie dürfen auch nicht in den Vernebler oder die Medikamentenlösung hineinniesen oder -husten; die Verwendung eines Mundschutzes bei der Herstellung der Inhalationslösung und dem Zusammenbau des Verneblers kann in manchen Fällen sinnvoll sein.
Mit einer offenen, möglicherweise gar infizierten Wunde an der Hand dürfen die Inhalationslösung und die Verneblerteile des Inhalators nicht in Berührung kommen. Das kann ein großes praktisches Problem sein, und dafür gibt es keine Patentlösung. Am besten wäre es in solchen Fällen sicherlich, wenn eine andere Person den Inhalator vorbereiten könnte.
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1.4 Den Vernebler zusammensetzen und füllen.
Suchen Sie sich dafür bitte einen sauberen, trockenen Platz aus und legen Sie ein sauberes Tuch unter die Vernebler-Teile. Wenn trotz aller Vorsicht Vernebler-Einzelteile beim Zusammenbau verunreinigt werden, zum Beispiel auf den Boden, auf eine andere nicht gesäuberte Fläche oder ins Waschbecken gefallen sind, können Sie diese Teile vor einer gründlichen Reinigung (siehe unten) jetzt nicht mehr benutzen. Es ist daher ratsam, einen zweiten Vernebler einsatzbereit zu halten, den man dann ganz oder zum Teil als Ersatz verwenden kann.
Die
Inhalationslösung selbst muß steril sein. Wenn möglich, sollten sterile Lösungen aus Ampullen benutzt werden, die jeweils eine Einzeldosis des Medikaments enthalten. Das gilt auch für die Kochsalzlösung.
Medikamentenbehälter mit größeren Mengen müssen gut verschlossen aufbewahrt werden. Wenn nichts anderes angegeben ist, stellt man sie in den Kühlschrank. Sie dürfen von CF-Patienten normalerweise nicht länger als bis zu zwei Wochen nach dem Öffnen des Behälters benutzt werden. Dafür ist es hilfreich, das Öffnungsdatum auf dem Behälter zu notieren. Am besten fragen Sie bei jedem für Sie neuen Medikament Ihren Arzt oder Apotheker danach, wie es gelagert werden soll und wie lange man es benutzen darf.
Flüssigkeiten aus Brechampullen können durch leichtes Ausschütteln direkt in den Medikamentenbecher gegeben werden. Tropfpipetten sollen nur am Gummihütchen angefaßt werden, nicht an den Teilen, mit denen sie wieder in das Medikament eintauchen.
Für die Entnahme von Medikamenten aus Behältern mit Gummikappenverschluß verwendet man am besten eine sterile Einmalspritze mit Kanüle. Diese Spritze/Kanüle dürfen Sie auch für weitere Entnahmen desselben Medikaments wieder verwenden, aber nur innerhalb eines Zeitraums von höchstens 24 Stunden. Sie dürfen allerdings die Kanüle nicht berührt haben. Die Kanüle mit der daran angesteckten Spritze muß nach jeder Benutzung mit der Plastikkappe über der Nadel wieder verschlossen und sauber gelagert werden. Wenn Sie das Medikament aus einem großen Behälter entnehmen, kann die Kanüle mitsamt Spritze in dessen Gummiverschluß steckenbleiben.
Wenn Sie gleich die Gesamttagesmenge des Medikaments mit der Spritze aufziehen möchten (z.B. 6 ml) und sie dann jeweils portionsweise (z.B. 3 x 2 ml) zur Inhalation in den Vernebler abfüllen, soll die Spritze in der Regel im Kühlschrank aufbewahrt werden.
In jedem Fall müssen Sie nach spätestens 24 Stunden eine neue sterile Spritze und eine neue sterile Kanüle verwenden.
Der gefüllte Vernebler sollte nicht längere Zeit stehengelassen werden, sondern direkt nach dem Einfüllen der Medikamente benutzt werden.
Ein Vernebler darf nur von einer einzigen Person benutzt werden. Wenn ein weiteres Familienmitglied ebenfalls inhalieren muß, kann man zwar den gleichen Kompressor verwenden, aber jeder Benutzer muß "seinen" eigenen Vernebler haben.
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2. Was nach jeder Inhalation zu beachten ist
2.1 Evtl. erneut Hände waschen (siehe 1.1).
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2.2 Den Vernebler auseinandernehmen und ausspülen.
Inhaliergeräte, die für CF-Patienten geeignet sind, bestehen normalerweise aus einem Kompressor, dem Anschlußschlauch vom Kompressor zum Vernebler und dem Vernebler selbst. Aus welchen Einzelteilen das Verneblersystem zusammengesetzt ist, wird in der Bedienungsanleitung für Ihr Inhaliergerät genau beschrieben.
Nach der Inhalation ziehen Sie den Anschlußschlauch vom Vernebler ab und zerlegen den Vernebler entsprechend der Darstellung in der Bedienungsanleitung
vollständig in seine einzelnen Teile. Man spült alle Einzelteile sorgfältig mit heißem Wasser ab. Wenn Medikamentenreste oder Sputum sich damit nicht entfernen lassen, benutzen Sie etwas Spülmittel zum Reinigen. Danach muß man mit klarem Wasser das Spülmittel vollständig wieder abspülen.
Sollten die Düsen verstopft sein, kann man sie notfalls mit der mitgelieferten Düsenreinigernadel - sehr vorsichtig! - von unten her durchstoßen und damit reinigen.
Der Anschlußschlauch darf nicht ausgespült und nicht gekocht werden!
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2.3 Den Vernebler desinfizieren
Es wird meistens empfohlen, den Vernebler mindestens einmal in der Woche zu desinfizieren. Einige Experten vertreten aber auch die Ansicht, man sollte ihn nach jeder Benutzung desinfizieren. Eine Desinfektion pro Tag könnte die Richtlinie sein, bei der einerseits die Sicherheit gewährleistet ist und andererseits der Aufwand noch vertretbar erscheint.
Im häuslichen Bereich haben Sie dabei die Wahl zwischen verschiendenen Verfahren, bei denen der Vernebler längere Zeit erhitzt und damit desinfiziert wird. Chemische Desinfektionsmittel sollten Sie zu Hause dafür nicht benutzen. Die hier empfohlenen Verfahren eignen sich auch für Urlaub, Kur- und Klinikaufenthalte. Das eigene Inhaliergerät und die selbst durchgeführte Desinfektion verschaffen Ihnen auch dort ein gewisses Maß an Unabhängigkeit und Sicherheit.
Vor dem Desinfizieren spülen Sie den Inhalator, wie oben beschrieben.
Hier nun die verschiedenen Desinfektionsverfahren:
a) Auskochen in Wasser
Auskochen bedeutet, daß die Verneblerteile mindestens 10 Minuten im sprudelnd kochenden Wasser liegen müssen. Also: Wenn das Wasser kocht, noch 10 Minuten, nach der Uhr! Mit einem Schuß Essig im Kochwasser verhindern Sie, daß die Verneblerteile verkalken.
b) Verwendung eines Vaporisators
Wer lieber den Vaporisator (Desinfektionsgerät für Babyfläschchen) benutzt, muß darauf achten, daß genau die Menge Wasser eingefüllt wird, die in der Gebrauchsanweisung vorgeschrieben ist. Sonst ist es nicht sicher, daß die notwendige Temperatur lange genug erreicht wird. Zum leichten und genauen Abmessen der Wassermenge eignet sich z.B. ein 50 ml-Babyfläschchen aus Plastik, das man nur für diesen Zweck benutzt. Für die Desinfektion eines Verneblers speziell getestet wurden die Geräte NUK 2002 und NUK 4 bzw. NUK 6 (Fa. David & Baader, Kandel/Pfalz), aber auch Geräte anderer Hersteller dürften dafür grundsätzlich geeignet sein.
Wenn Sie den Deckel des Vaporisators gleich nach dem Abschalten des Geräts abnimmt (Vorsicht, heiß!), verdunstet durch die immer noch hohe Temperatur ein Teil des Restwassers von den Verneblerteilen. Trotzdem muß der Vernebler dann noch gründlich getrocknet werden. Der Innenraum des Vaporisators sollte nach der Benutzung ganz austrocknen: Falls nötig, trockenwischen.
c) Verwendung eines Eierkochers
Als Alternative zum Vaporisator wird manchmal auch der Eierkocher benutzt. Für alle Hitzedesinfektionsverfahren gilt das Prinzip, daß Sie mit einer Abtötung vorhandener Keime rechnen können, wenn Wasser mit mindestens 70°C oder Wasserdampf 10 Minuten lang auf den Vernebler einwirken kann.
Der Eierkocher, ein Wasserdampferzeuger, kann also im Prinzip ebenso wie ein Vaporisator für Babyfläschchen verwendet werden. Es versteht sich von selbst, daß der zur Desinfektion genutzte Eierkocher aus hygienischen Gründen nicht zum Eierkochen verwendet werden darf.
d) Spülen in der Geschirrspülmaschine
Auch dies wird teilweise empfohlen. Allerdings ist es fraglich, ob ihre Geschirrspülmaschine tatsächlich 70°C erreicht. Außerdem gibt es erhebliche Bedenken wegen der immer vorhandenen Verunreinigungen, speziell an den Dichtungen, und wegen möglicher Rückstände von Spülwasser und Reinigungsmitteln auf den Verneblerteilen. Wir möchten daher von diesem Verfahren eher abraten.
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2.4 Den Vernebler trocknen.
Dies ist besonders wichtig, wenn Sie den Vernebler nicht desinfiziert, sondern nur gespült haben. Nur in einem völlig trockenen Vernebler sterben eventuell vorhandene Keime bis zur nächsten Inhalation mit ziemlicher Sicherheit ab. Trocken bedeutet: überall trocken, das heißt auch in den Vertiefungen und Rillen der Düse; auch die Bohrungen in der Düse müssen trocken werden.
Also: Der auseinandergenommene, gespülte Vernebler wird mit einem gewaschenen und gebügelten, fusselfreien Tuch oder mit trockenem, sauberem Küchenpapier sorgfältig getrocknet - mit sauber gewaschenen Händen!
Die anschließende Nachtrockenzeit dauert 4 Stunden. Das bedeutet, daß Sie den Vernebler erst 4 Stunden später wieder zusammenbauen dürfen.
Sie können den Trocknungsvorgang jedoch beschleunigen, indem Sie die Einzelteile nach dem Abtrocknen noch 1 Minute lang mit einem Fön trockenfönen. Dann bauen Sie den Vernebler zusammen und blasen mit dem Kompressor die Düse durch, um letzte Feuchtigkeitsreste zu entfernen. Wenn Sie jetzt den Vernebler wieder auseinanderbauen, ist nur noch eine anschließende Nachtrockenzeit von einer Stunde erforderlich.
Ein anderes Verfahren für beschleunigtes Nachtrocknen ist die Beleuchtung der Verneblerteile mit einer Glühlampe (Strahler, evtl. Rotlichtlampe) aus kurzer Entfernung. Die von der Lampe abgestrahlte Wärme läßt Restfeuchtigkeit schnell verdunsten. Die dafür benötigte Zeit ist verschieden je nach Lampe und Entfernung, deshalb müssen Sie selbst ausprobieren, wie lange es bis zur völligen Trockne dauert.
Wenn Sie mehrmals am Tag inhalieren, können Sie sich mehrere Vernebler vom Arzt verschreiben lassen. Wenn man alle benutzten Vernebler abends zusammen in den Vaporisator gibt, dann alle trocknet und im trockenen Tuch lagert, hat man Zeit gespart, und die Einzelteile haben genügend lange Zeit, um nachzutrocknen. Beim späteren Zusammenbau dürfen die Teile der verschiedenen Vernebler vertauscht werden, auch das Metall-U-Teil ("Luftstromsteuer") der Düse bei dem PARI-LL-Vernebler (Es gibt allerdings Berichte, nach denen beim Vertauschen Probleme entstehen: Das müssen Sie selbst ausprobieren).Hat man das Luftstromsteuer von der Düse abgezogen, muß man es jedenfallswieder ganz schlüssig auf die Düse aufstecken, sonst entsteht kein Nebel. Wenn es nach häufigem Gebrauch nicht mehr fest genug auf der Düse sitzt, braucht man eine neue Düse.
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2.5 Aufbewahrung des Verneblers:
Ein sauberer, trockener, in die Einzelteile zerlegter Vernebler soll in ein sauberes, gebügeltes Tuch (z.B. Geschirrtuch) locker eingeschlagen werden. Das Tuch muß natürlich auch trocken sein, also sollten Sie dafür nicht das verwenden, mit dem Sie gerade den Vernebler abgetrocknet haben. Bauen Sie den Vernebler bitte erst kurz bevor Sie die nächste Inhalation beginnen wieder zusammen, denn so kann er noch nachtrocknen.
Der Vernebler soll so aufbewahrt werden, daß er nicht verschmutzt oder feucht wird. Küche oder Bad sind deswegen für die Lagerung des Verneblers in vielen Fällen nicht gut geeignet. Haustiere sollten den Kompressor oder den Vernebler nicht berühren oder verschmutzen können!
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2.6 Mehrere Medikamente nacheinander inhalieren
Wenn Sie mehrmals am Tag inhalieren, benötigen Sie jedes Mal einen frischen, möglichst sterilen Vernebler.
Wenn nach einer Inhalation, z.B. von Kochsalzlösung, erst die Physiotherapie gemacht wird und direkt danach noch ein weiteres Medikament inhaliert wird, z.B. ein Antibiotikum, kann innerhalb von ca. einer Stunde der gleiche Vernebler wieder dafür benutzt werden.
Nicht in jedem Fall vertragen sich die Reste des ersten inhalierten Medikaments, die im Vernebler zurückbleiben, mit dem zweiten Medikament. Fragen Sie deshalb Ihren Arzt oder Apotheker danach, ob Sie das Medikament für die zweite Inhalation einfach zu diesen Resten zugeben können, oder ob Sie zuvor die Düse reinigen sollten, indem Sie eine Minute lang Kochsalzlösung vernebeln.
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2.7 Der Schlauch und der
Kompressor
Es kann vorkommen, daß sich nach der Inhalation etwas Kondenswasser
im Schlauch befindet. Man kann einfach den Kompressor nach der Inhalation
noch 5 Minuten weiter laufen lassen, dann sollte die Feuchtigkeit
aus dem Schlauch verschwunden sein.
Der Kompressor selbst sollte regelmäßig mit einem feuchten
Papiertuch abgewischt werden. Denken Sie bitte auch daran, den Luftfilter
entsprechend den Angaben in der Bedienungsanleitung auszutauschen
(mindestens einmal im Jahr!).
Lesen Sie zur Wartung des Kompressors bitte noch einmal die Gebrauchsanweisung
des Herstellers. Dort finden Sie für Ihr Gerät auch die
genaue Bezeichnung der Einzelteile und die Bestellnummern. Wenn
Sie also ein Einzelteil des Verneblers ersetzen müssen (verloren
gegangen, zerbrochen, kein fester Sitz mehr), bitten Sie Ihren Arzt,
Ihnen dafür ein Rezept auszustellen, so daß Ihnen Ihr
Inhalator möglichst schnell wieder zur Verfügung steht.

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Verfasser:
Wilhelm
Bremer, Medizinreferent der CF-Selbsthilfe, Schnatgang 67, D-49080
Osnabrück
und
Helen Saemann, Mobile CF-Krankengymnastin, DPWV Stuttgart und
Mukoviszidose Landesverband Baden-Württemberg e.V. , Hammerschiede
3, D-73734 Esslingen
Herausgeber:
CF-Selbsthilfe
Bundesverband e.V., Achim
Deutsche
Lungenstiftung e.V., Hannover
3. Auflage 1997
Stand : August 1997, Text ohne Gewähr
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