Mein Inhalator und ich
Ein Ratgeber für Eltern und Erwachsene mit CF

Mittlerweile in der der 3. Auflage liegt
nun unser Ratgeber "Mein Inhalator und ich" vor. In ihm ist der Umgang
mit dem Inhalator sehr ausführlich beschrieben. Das liegt daran, daß
erstmals Erfahrungen der mobilen Krankengymnastinnen eingearbeitet werden konnten.
Nach ihren Feststellungen gibt es im häuslichen Umgang mit dem Inhalator
oft Unsicherheiten und Mißverständnisse. Wir hoffen, daß mit
diesem Faltblatt alle Fragen und Probleme zur Handhabung und Hygiene des Inhalators
geklärt sind. Sollten Sie trotzdem noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte
an Ihre CF-Ambulanz und besprechen Sie mit der Krankengymnastin/Physiotherapeutin
alles, was Ihnen nicht ganz klar ist. Schreiben Sie bitte auch uns, den Verfassern,
was Sie in diesem Faltblatt vermißt haben.
Bei der Entwicklung dieses Informationsblattes und bei dessen Überarbeitung
haben uns freundlicherweise Herr Prof.Dr. G. Döring (Hygieneinstitut der
Universität Tübingen) und Prof.Dr. H. Lindemann mit wichtigen Hinweisen
unterstützt. Herr Dipl. Ing. Wunderlich (Pari-Werk Starnberg) und Herr
Dipl. Ing. Gleich (Krankenhaus München-Schwabing) haben zur Überarbeitung
wichtige technische Informationen beigetragen. Wilhelm Bremer
Außerdem kann die Broschüre "Inhalationsbehandlung", die
von Prof. Dr. Lindemann (Universitätskinderklinik Gießen) verfaßt
wurde, zum Lesen empfohlen werden. Dort finden Sie auch noch weitere wichtige
Hinweise, z.B. zur Wirkungsweise einer Inhalation und zur Inhalationstechnik.
Wir danken der Firma Pari-Werk GmbH, insbesondere Frau Dr. Gervasini, für
die finanzielle Unterstützung des Ratgebers und die Bereitstellung der
Fotos.
Helen Saemann
Hinweise zur Reinigung und Pflege Ihres Inhalators
Gute Beziehungen muß man pflegen!
Ganz im Ernst, die Pflege Ihres Inhalators
sollte Ihnen einiges an Zeit und Aufmerksamkeit wert sein.
Warum? Sie wissen doch, ein guter Inhalator bringt den Nebel mit den Medikamenten
tief in die Lunge hinein - vorausgesetzt, man hat eine gute Atemtechnik. Wenn
sich nun Krankheitskeime in diesem Medikamentennebel befinden, landen sie natürlich
auch genau dort, tief in der Lunge, und sind damit elegant an wichtigen Selbstschutzeinrichtungen
des Körpers vorbeigekommen.
Verschiedene Bakterienarten können an verkeimten Inhalatoren vorkommen,
z.B. auch Pseudomonas aeruginosa oder Staphylokokkus aureus. Ein solcher verkeimter
Inhalator (oder auch eine verkeimte Inhalationslösung) kann deshalb geradezu
wie eine Bakterien-Bombe auf die Lunge eines CF-Patienten wirken.
Glücklicherweise gibt es einige einfache Regeln, bei deren Beachtung man
sicher sein kann, daß dieses Risiko ausgeschlossen ist.
Diese Regeln sollen hier erläutert werden, in der Reihenfolge, wie sie
bei der Handhabung des Inhalators auch anzuwenden sind. Sie sind für denjenigen
formuliert, der den Inhalator für einen Patienten vorbereitet und nach
der Inhalation wieder wegräumt. Von CF-Patienten selbst sind sie sinngemäß
anzuwenden.
Bitte nehmen Sie sich die Zeit, um auch die Einzelhinweise unter den jeweiligen
Überschriften zu lesen. Und wenn Sie dann feststellen, daß Ihnen
das alles sowieso schon seit langem bekannt und völlig selbstverständlich
ist: Um so besser!
1.
Was vor jeder Inhalation zu beachten ist:
.1 Hände waschen.
Bitte die Hände nicht nur kurz abspülen,
sondern sorgfältig und gründlich mit Seife waschen. Auch bei völlig
gesunden Menschen befinden sich nämlich auf der Haut die verschiedensten
Keime. Beachten Sie dabei bitte, daß auch Waschbeckenabflüsse mit Pseudomonas-Bakterien
verkeimt sein können. Mit dem unsichtbaren Nebel, der aus den Abflüssen
aufsteigt, wenn Wasser abfließt, könnten diese Pseudomonaden auf
Ihre Hände gelangen. Wenn das Becken häufig und regelmäßig
benutzt wird, ist die Menge der Keime allerdings so klein, daß davon keine
Infektionsgefahr ausgeht. Problematisch ist es immer dann, wenn das Wasser lange
im Abfluß gestanden hat (z.B. über Nacht) und die Bakterien sich
dort in Ruhe vermehren konnten. Es wäre also gut, wenn derjenige, der den
Inhalator handhaben will, morgens nicht als erster dafür das Waschbecken
benutzt. Bei der zweiten Benutzung ist die Menge der noch vorhandenen Abflußkeime
nämlich schon wieder so klein, daß man eine Verkeimung der Hände
nicht befürchten muß.
1.2 Hände abtrocknen.
Auf keinen Fall sollten Sie dafür
schon seit längerer Zeit benutzte, dauernd feuchte oder sogar mit Speiseresten
verunreinigte Hand- oder Geschirrtücher verwenden, sondern nur frische, saubere,
trockene Tücher.
Sie können auch Küchenpapier dafür nehmen, wenn es fusselfrei
ist und die Küchenpapierrolle sauber und trocken gelagert wird. Mit Ihren
sauberen Händen sollten sie dann möglichst nur noch den Vernebler
zusammensetzen und füllen. Wenn Sie vorher beispielsweise noch einen feuchten
Spül- oder Wischlappen benutzen, den Abfall- oder Komposteimer berühren
oder sich ins Gesicht fassen (Mund, Nase), dann haben Sie daher vielleicht schon
wieder größere Mengen von problematischen Keimen an den Händen.
1.3 Hände desinfizieren?
Desinfektion der Hände vor der Handhabung
des Inhalators wird im häuslichen Bereich nicht empfohlen. Ausnahmen:
Wenn Sie Ihre Hände desinfizieren,
dann bitte nach dem Händewaschen, nicht vorher. Sie können auf das Händewaschen
vor der Desinfektion verzichten, wenn Ihre Hände sauber und fettfrei sind. Das Desinfektionsmittel muß, damit es richtig wirkt, gründlich
auf der Haut verteilt und so lange eingerieben werden, bis es getrocknet ist.
Erst dann kann der Vernebler zusammengebaut und gefüllt werden. Über
geeignete Desinfektionsmittel gibt Ihnen Ihr Apotheker Auskunft. Das Handdesinfektionsmittel
darf nicht zur Desinfektion von Teilen des Inhaliergerätes verwendet werden.
Wenn Sie gerade einen Atemwegsinfekt haben, sollten Sie besonders sorgfältig
auf die Händehygiene achten. Sie dürfen auch nicht in den Vernebler
oder die Medikamentenlösung hineinniesen oder -husten; die Verwendung eines
Mundschutzes bei der Herstellung der Inhalationslösung und dem Zusammenbau
des Verneblers kann in manchen Fällen sinnvoll sein.
Mit einer offenen, möglicherweise gar infizierten Wunde an der Hand dürfen
die Inhalationslösung und die Verneblerteile des Inhalators nicht in Berührung
kommen. Das kann ein großes praktisches Problem sein, und dafür gibt
es keine Patentlösung. Am besten wäre es in solchen Fällen sicherlich,
wenn eine andere Person den Inhalator vorbereiten könnte.
1.4 Den Vernebler zusammensetzen
und füllen.
Suchen Sie sich dafür bitte einen
sauberen, trockenen Platz aus und legen Sie ein sauberes Tuch unter die Vernebler-Teile.
Wenn trotz aller Vorsicht Vernebler-Einzelteile beim Zusammenbau verunreinigt
werden, zum Beispiel auf den Boden, auf eine andere nicht gesäuberte Fläche
oder ins Waschbecken gefallen sind, können Sie diese Teile vor einer gründlichen
Reinigung (siehe unten) jetzt nicht mehr benutzen. Es ist daher ratsam, einen
zweiten Vernebler einsatzbereit zu halten, den man dann ganz oder zum Teil als
Ersatz verwenden kann.
Medikamentenbehälter mit größeren Mengen müssen gut verschlossen
aufbewahrt werden. Wenn nichts anderes angegeben ist, stellt man sie in den
Kühlschrank. Sie dürfen von CF-Patienten normalerweise nicht länger
als bis zu zwei Wochen nach dem Öffnen des Behälters benutzt werden.
Dafür ist es hilfreich, das Öffnungsdatum auf dem Behälter zu
notieren. Am besten fragen Sie bei jedem für Sie neuen Medikament Ihren
Arzt oder Apotheker danach, wie es gelagert werden soll und wie lange man es
benutzen darf. Flüssigkeiten aus Brechampullen können durch leichtes Ausschütteln
direkt in den Medikamentenbecher gegeben werden. Tropfpipetten sollen nur am
Gummihütchen angefaßt werden, nicht an den Teilen, mit denen sie
wieder in das Medikament eintauchen. Für die Entnahme von Medikamenten aus Behältern mit Gummikappenverschluß
verwendet man am besten eine sterile Einmalspritze mit Kanüle. Diese Spritze/Kanüle
dürfen Sie auch für weitere Entnahmen desselben Medikaments wieder
verwenden, aber nur innerhalb eines Zeitraums von höchstens 24 Stunden.
Sie dürfen allerdings die Kanüle nicht berührt haben. Die Kanüle
mit der daran angesteckten Spritze muß nach jeder Benutzung mit der Plastikkappe
über der Nadel wieder verschlossen und sauber gelagert werden. Wenn Sie
das Medikament aus einem großen Behälter entnehmen, kann die Kanüle
mitsamt Spritze in dessen Gummiverschluß steckenbleiben. Wenn Sie gleich die Gesamttagesmenge des Medikaments mit der Spritze aufziehen
möchten (z.B. 6 ml) und sie dann jeweils portionsweise (z.B. 3 x 2 ml)
zur Inhalation in den Vernebler abfüllen, soll die Spritze in der Regel
im Kühlschrank aufbewahrt werden. In jedem Fall müssen Sie nach spätestens 24 Stunden eine neue sterile
Spritze und eine neue sterile Kanüle verwenden.
Der gefüllte Vernebler sollte nicht längere Zeit stehengelassen
werden, sondern direkt nach dem Einfüllen der Medikamente benutzt werden.
Ein Vernebler darf nur von einer einzigen Person benutzt werden. Wenn
ein weiteres Familienmitglied ebenfalls inhalieren muß, kann man zwar
den gleichen Kompressor verwenden, aber jeder Benutzer muß "seinen"
eigenen Vernebler haben.
Die Inhalationslösung selbst muß steril sein. Wenn möglich,
sollten sterile Lösungen aus Ampullen benutzt werden, die jeweils eine
Einzeldosis des Medikaments enthalten. Das gilt auch für die Kochsalzlösung.
2. Was nach jeder Inhalation zu beachten ist
2.1 Evtl. erneut Hände waschen
(siehe 1.1).
2.2 Den Vernebler auseinandernehmen
und ausspülen. Nach der Inhalation ziehen Sie den Anschlußschlauch vom Vernebler ab
und zerlegen den Vernebler entsprechend der Darstellung in der Bedienungsanleitung
vollständig in seine einzelnen Teile. Man spült alle Einzelteile sorgfältig
mit heißem Wasser ab. Wenn Medikamentenreste oder Sputum sich damit nicht
entfernen lassen, benutzen Sie etwas Spülmittel zum Reinigen. Danach muß
man mit klarem Wasser das Spülmittel vollständig wieder abspülen.
Sollten die Düsen verstopft sein, kann man sie notfalls mit der mitgelieferten
Düsenreinigernadel - sehr vorsichtig! - von unten her durchstoßen
und damit reinigen.
Der Anschlußschlauch darf nicht ausgespült und nicht gekocht werden!
Es wird meistens empfohlen, den Vernebler mindestens einmal in der Woche zu
desinfizieren. Einige Experten vertreten aber auch die Ansicht, man sollte ihn
nach jeder Benutzung desinfizieren. Eine Desinfektion pro Tag könnte die
Richtlinie sein, bei der einerseits die Sicherheit gewährleistet ist und
andererseits der Aufwand noch vertretbar erscheint. Im häuslichen Bereich haben Sie dabei die Wahl zwischen verschiendenen
Verfahren, bei denen der Vernebler längere Zeit erhitzt und damit desinfiziert
wird. Chemische Desinfektionsmittel sollten Sie zu Hause dafür nicht benutzen.
Die hier empfohlenen Verfahren eignen sich auch für Urlaub, Kur- und Klinikaufenthalte.
Das eigene Inhaliergerät und die selbst durchgeführte Desinfektion
verschaffen Ihnen auch dort ein gewisses Maß an Unabhängigkeit und
Sicherheit.
Vor dem Desinfizieren spülen Sie den Inhalator, wie oben beschrieben. Hier nun die verschiedenen Desinfektionsverfahren: a) Auskochen in Wasser
b) Verwendung eines Vaporisators
c) Verwendung eines Eierkochers Der Eierkocher, ein Wasserdampferzeuger, kann also im Prinzip ebenso wie ein
Vaporisator für Babyfläschchen verwendet werden.
d) Spülen in der Geschirrspülmaschine
Inhaliergeräte, die für CF-Patienten geeignet sind, bestehen normalerweise
aus einem Kompressor, dem Anschlußschlauch vom Kompressor zum Vernebler
und dem Vernebler selbst. Aus welchen Einzelteilen das Verneblersystem zusammengesetzt
ist, wird in der Bedienungsanleitung für Ihr Inhaliergerät genau beschrieben.
Wenn Sie den Deckel des Vaporisators gleich nach dem Abschalten des Geräts
abnimmt (Vorsicht, heiß!), verdunstet durch die immer noch hohe Temperatur
ein Teil des Restwassers von den Verneblerteilen. Trotzdem muß der Vernebler
dann noch gründlich getrocknet werden. Der Innenraum des Vaporisators sollte
nach der Benutzung ganz austrocknen: Falls nötig, trockenwischen.
Es versteht sich von selbst, daß der zur Desinfektion genutzte Eierkocher
aus hygienischen Gründen nicht zum Eierkochen verwendet werden darf.
2.4 Den Vernebler trocknen. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie den Vernebler nicht desinfiziert, sondern
nur gespült haben. Nur in einem völlig trockenen Vernebler sterben
eventuell vorhandene Keime bis zur nächsten Inhalation mit ziemlicher Sicherheit
ab. Trocken bedeutet: überall trocken, das heißt auch in den Vertiefungen
und Rillen der Düse; auch die Bohrungen in der Düse müssen trocken
werden. Also: Der auseinandergenommene, gespülte Vernebler wird mit einem gewaschenen
und gebügelten, fusselfreien Tuch oder mit trockenem, sauberem Küchenpapier
sorgfältig getrocknet - mit sauber gewaschenen Händen! Die anschließende Nachtrockenzeit dauert 4 Stunden. Das bedeutet, daß
Sie den Vernebler erst 4 Stunden später wieder zusammenbauen dürfen.
Sie können den Trocknungsvorgang jedoch beschleunigen, indem Sie die
Einzelteile nach dem Abtrocknen noch 1 Minute lang mit einem Fön trockenfönen.
Dann bauen Sie den Vernebler zusammen und blasen mit dem Kompressor die Düse
durch, um letzte Feuchtigkeitsreste zu entfernen. Wenn Sie jetzt den Vernebler
wieder auseinanderbauen, ist nur noch eine anschließende Nachtrockenzeit
von einer Stunde erforderlich.
Ein anderes Verfahren für beschleunigtes Nachtrocknen ist die Beleuchtung
der Verneblerteile mit einer Glühlampe (Strahler, evtl. Rotlichtlampe)
aus kurzer Entfernung. Die von der Lampe abgestrahlte Wärme läßt
Restfeuchtigkeit schnell verdunsten. Die dafür benötigte Zeit ist
verschieden je nach Lampe und Entfernung, deshalb müssen Sie selbst ausprobieren,
wie lange es bis zur völligen Trockne dauert.
Wenn Sie mehrmals am Tag inhalieren, können Sie sich mehrere Vernebler
vom Arzt verschreiben lassen. Wenn man alle benutzten Vernebler abends zusammen
in den Vaporisator gibt, dann alle trocknet und im trockenen Tuch lagert, hat
man Zeit gespart, und die Einzelteile haben genügend lange Zeit, um nachzutrocknen.
Beim späteren Zusammenbau dürfen die Teile der verschiedenen Vernebler
vertauscht werden, auch das Metall-U-Teil ("Luftstromsteuer") der
Düse bei dem PARI-LL-Vernebler (Es gibt allerdings Berichte, nach denen
beim Vertauschen Probleme entstehen: Das müssen Sie selbst ausprobieren).Hat
man das Luftstromsteuer von der Düse abgezogen, muß man es jedenfallswieder
ganz schlüssig auf die Düse aufstecken, sonst entsteht kein Nebel.
Wenn es nach häufigem Gebrauch nicht mehr fest genug auf der Düse
sitzt, braucht man eine neue Düse.
2.5 Aufbewahrung des Verneblers:
Der Vernebler soll so aufbewahrt werden, daß er nicht verschmutzt oder
feucht wird. Küche oder Bad sind deswegen für die Lagerung des Verneblers
in vielen Fällen nicht gut geeignet. Haustiere sollten den Kompressor oder
den Vernebler nicht berühren oder verschmutzen können!
Ein sauberer, trockener, in die Einzelteile zerlegter Vernebler soll in ein
sauberes, gebügeltes Tuch (z.B. Geschirrtuch) locker eingeschlagen werden.
Das Tuch muß natürlich auch trocken sein, also sollten Sie dafür
nicht das verwenden, mit dem Sie gerade den Vernebler abgetrocknet haben. Bauen
Sie den Vernebler bitte erst kurz bevor Sie die nächste Inhalation beginnen
wieder zusammen, denn so kann er noch nachtrocknen.
2.6 Mehrere Medikamente nacheinander
inhalieren
Wenn Sie mehrmals am Tag inhalieren, benötigen Sie jedes Mal einen frischen,
möglichst sterilen Vernebler.
Wenn nach einer Inhalation, z.B. von Kochsalzlösung, erst die Physiotherapie
gemacht wird und direkt danach noch ein weiteres Medikament inhaliert wird,
z.B. ein Antibiotikum, kann innerhalb von ca. einer Stunde der gleiche Vernebler
wieder dafür benutzt werden.
Nicht in jedem Fall vertragen sich die Reste des ersten inhalierten Medikaments,
die im Vernebler zurückbleiben, mit dem zweiten Medikament. Fragen Sie
deshalb Ihren Arzt oder Apotheker danach, ob Sie das Medikament für die
zweite Inhalation einfach zu diesen Resten zugeben können, oder ob Sie
zuvor die Düse reinigen sollten, indem Sie eine Minute lang Kochsalzlösung
vernebeln.
2.7 Der Schlauch und der Kompressor
Es kann vorkommen, daß sich nach der Inhalation etwas Kondenswasser
im Schlauch befindet. Man kann einfach den Kompressor nach der Inhalation noch
5 Minuten weiter laufen lassen, dann sollte die Feuchtigkeit aus dem Schlauch
verschwunden sein.
Der Kompressor selbst sollte regelmäßig mit einem feuchten Papiertuch
abgewischt werden. Denken Sie bitte auch daran, den Luftfilter entsprechend
den Angaben in der Bedienungsanleitung auszutauschen (mindestens einmal im Jahr!). Lesen Sie zur Wartung des Kompressors bitte noch einmal die Gebrauchsanweisung
des Herstellers. Dort finden Sie für Ihr Gerät auch die genaue Bezeichnung
der Einzelteile und die Bestellnummern. Wenn Sie also ein Einzelteil des Verneblers
ersetzen müssen (verloren gegangen, zerbrochen, kein fester Sitz mehr),
bitten Sie Ihren Arzt, Ihnen dafür ein Rezept auszustellen, so daß
Ihnen Ihr Inhalator möglichst schnell wieder zur Verfügung steht.
Verfasser:
Wilhelm
Bremer, Medizinreferent der CF-Selbsthilfe, Schnatgang 67, D-49080 Osnabrück
und
Helen Saemann, Mobile CF-Krankengymnastin, DPWV Stuttgart und Mukoviszidose
Landesverband Baden-Württemberg e.V. , Hammerschiede 3, D-73734 Esslingen
Herausgeber:
CF-Selbsthilfe Bundesverband e.V., Achim
3. Auflage 1997

Deutsche Lungenstiftung e.V., Hannover
Stand : August 1997, Text ohne Gewähr