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Neue
Erkenntnis zur Zystischen Fibrose: Zu wenig Salz in der Lunge
Patienten, die
unter Zystischer Fibrose, auch Mukoviszidose genannt, leiden, haben
zu wenig Salz in den Lungen. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler
der Universität Nord-Carolina, wie sie in der neuesten Ausgabe der
Zeitschrift Molecular Cell berichten.
Die Mediziner
um Richard Boucher züchteten zunächst spezielle Mukoviszidose-Mäuse.
Bei den kranken Tieren war die Schicht aus Salz und Wasser, die
die Atemwege überzieht, sehr viel dünner als bei gesunden Mäusen.
Dieses Problem konnten sie mit einer elektrischen Messung sichtbar
machen, die ähnlich wie ein Elektrokardiogramm (EKG) am Herzen funktioniert.
In einem zweiten
Schritt erproben die Forscher nun Medikamente, die diese Schicht
wieder regenerieren sollen. Sicher ist schon jetzt, dass es sich
dabei um eine langwierige Therapie handeln wird. Denn bei einer
Salzgabe in die Lungen der Mukoviszidose-Mäuse löste sich der Schleim
in ihren Lungen zwar auf, jedoch nur vorübergehend. Das neue Medikament
müsste also mehrere Male am Tag über Jahre hinweg eingenommen werden.
Derzeit befindet es sich in klinischen Tests.
Die Zystische
Fibrose ist die häufigste Erbkrankheit. Erkrankte plagen Atemnot,
Sauerstoffmangel und Herzerkrankungen, da ein zäher Schleim ihre
Bronchien und Lungen verklebt. Zwar ist das Gen, das die Erkrankung
verursacht, längst ausfindig gemacht, doch konnte sie trotzdem nicht
ausgemerzt werden.
Quelle: Bild
der Wissenschaft 20.7.2001
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